Dr. phil.

Saba-Nur Cheema

Politologin · Erziehungswissenschaftlerin · Autorin · Antirassismus-Trainerin

Porträt von Saba-Nur Cheema

Seit mehr als 20 Jahren arbeite ich an der Schnittstelle von Bildung, Wissenschaft und gesellschaftlicher Praxis. Im Zentrum meiner Arbeit stehen politische Bildung, Muslimfeindlichkeit, Antisemitismus, muslimisches Leben in Deutschland sowie der jüdisch-muslimische Dialog.

Mich beschäftigt die Frage, wie Menschen in einer pluralen Gesellschaft miteinander leben, streiten und im Gespräch bleiben können. Deshalb setze ich mich für eine demokratische Debatten- und Streitkultur ein, die unterschiedliche Perspektiven sichtbar macht, Widersprüche aushält und Verständigung ermöglicht, ohne Differenzen einzuebnen.

Politische Bildung begleitet mich seit Jahrzehnten. An der Bildungsstätte Anne Frank habe ich den Bereich der pädagogischen Programme und Projekte ab 2015 aufgebaut und bis 2021 geleitet. Meine Arbeit dort war von der Überzeugung getragen, dass politische Bildung Räume für Austausch, Dialog und kontroverse Debatten schaffen muss. Für mich ist sie kein Nischenthema, sondern eine zentrale gesellschaftliche Aufgabe, die weit über Schule und formale Bildungsorte hinausreicht.

Darüber hinaus konzipiere und kuratiere ich Dialog- und Veranstaltungsformate an der Schnittstelle von Bildung, Kultur und Gesellschaft. So führe ich gemeinsam mit Meron Mendel u. a. die Gesprächsreihe „Positionen & Perspektiven“ am Düsseldorfer Schauspielhaus durch, die ab Herbst 2026 auch im Schauspielhaus Frankfurt startet. Gemeinsam haben wir ebenfalls das Diskussionsformat „Reflexe & Reflexionen“ bei den Berliner Festspielen kuratiert. In der kuratorischen Arbeit geht es mir darum, unterschiedliche Stimmen zusammenzubringen und Räume für kontroverse, aber konstruktive Debatten zu schaffen.

Die Frage, wie Vorurteile, Zuschreibungen und Ausgrenzungen entstehen, führte mich schließlich zurück in die Wissenschaft. Von 2022 bis 2025 forschte ich an der Goethe-Universität Frankfurt zu Antisemitismus unter jungen Kindern und verfasste darüber meine Dissertation. Aktuell beschäftige ich mich am Frankfurter Institut für Sozialforschung mit dem Zusammenhang von Antisemitismus und Demokratiegefährdung. Mein Forschungsinteresse gilt den Bedingungen demokratischen Zusammenlebens – von frühen Prozessen der Vorurteilsbildung bis zu den Herausforderungen einer pluralen Gesellschaft.

Als Präsidiumsmitglied des Goethe-Instituts und ehemaliges Mitglied des Unabhängigen Expertenkreises Muslimfeindlichkeit der Bundesregierung bringe ich diese Perspektiven in wissenschaftliche, politische und zivilgesellschaftliche Debatten ein.

Gemeinsam mit meinem Mann Meron Mendel schreibe ich seit 2021 die monatliche FAZ-Kolumne „Muslimisch-Jüdisches Abendbrot“. Eine Auswahl der Kolumnen ist als Essayband bei Kiepenheuer & Witsch erschienen.

Dialog verlangt keinen Konsens. Er lebt von der Bereitschaft, trotz unterschiedlicher Erfahrungen, Überzeugungen und Perspektiven miteinander im Gespräch zu bleiben.

Saba-Nur Cheema

Schwerpunkte

Wozu ich forsche, schreibe und spreche

Politische Bildung Muslimfeindlichkeit Antisemitismus Jüdisch-muslimischer Dialog Differenz & Ausgrenzung im Kindesalter Debattenkultur Identitätspolitik

Gremien & Funktionen

Engagement & Mitwirkung

Präsidiumsmitglied
Goethe-Institut
Board of Trustees
Wahat al-Salam – Neve Shalom
Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats
Fritz Bauer Institut
Kuratoriumsmitglied
Aktion Sühnezeichen Friedensdienste
Mitglied des Hochschulrats
Hochschule für Gestaltung Offenbach
Mitglied des Unabhängigen Expertenkreises Muslimfeindlichkeit (UEM) der Bundesregierung
2020–2023

Auftritte

Wo Sie mir begegnen

3. AugustBad Salzhausen

Gesprächmit Meron Mendel & Heike Hofmann

„Über das Miteinander – in Zeiten der Polarisierung und des Konflikts“

Parksaal, Bad Salzhausen · 19:00 Uhr

13. AugustKassel

Panelmit Meron Mendel & Heike Hofmann

„Im Dialog bleiben – Zusammenhalt stärken“

UK14, Kassel · 18:00 Uhr

27.–30. AugustBerlin

Diskussionsreihemit Meron Mendel

„Reflexe & Reflexionen: Die große Unordnung“

Berliner Festspiele

29. AugustBerlin

Gespräch

„Abendgespräch mit Bundeskanzlerin a. D. Angela Merkel“

Berliner Festspiele

3. SeptemberLeipzig

Lesungmit Meron Mendel

„Die Empörungsfalle“

Literaturhaus Leipzig

4. SeptemberFulda

Panelmit Meron Mendel & Heike Hofmann

„Fulda spricht: Tacheles – Wie gelingt Streit ohne Spaltung?“

Kanzlerpalais, Fulda · 18:00 Uhr

8. SeptemberKöln

Lesungmit Meron Mendel

„Die Empörungsfalle“

Stadtbibliothek Köln · 19:00 Uhr

11. SeptemberMünster

Lesungmit Meron Mendel

„Die Empörungsfalle“

Münster

18. SeptemberFrankfurt

Gesprächmit Yousef Sweid & Meron Mendel

„Positionen & Perspektiven“

Kammerspiele, Schauspiel Frankfurt · 20:00 Uhr

23. SeptemberMünchen

Lesungmit Meron Mendel

„Die Empörungsfalle“

Literaturhaus München · 19:00 Uhr

24. SeptemberStuttgart

Lesungmit Meron Mendel

„Die Empörungsfalle“

Literaturhaus Stuttgart · 19:30 Uhr

25. SeptemberTübingen

Lesungmit Meron Mendel

„Die Empörungsfalle“

Osiander, Tübingen

1. OktoberHeidelberg

Lesungmit Meron Mendel

„Die Empörungsfalle“

DAI Heidelberg

5. OktoberErfurt

Gesprächmit Meron Mendel

„Gemischtes Doppel“

Augustinerkloster, Erfurt · 19:30 Uhr

6. OktoberBerlin

Lesungmit Meron Mendel

„Die Empörungsfalle“

Schaubühne, Berlin

7.–10. OktoberFrankfurt

Frankfurter Buchmesse

Frankfurt

11. OktoberEssen

Lesungmit Meron Mendel

„Die Empörungsfalle“

lit.Ruhr, Essen

16. Januar 2027Düsseldorf

Gesprächmit Meron Mendel

„Positionen & Perspektiven“

Düsseldorfer Schauspielhaus

11. Februar 2027Frankfurt

Gesprächmit Uwe Timm & Meron Mendel

„Positionen & Perspektiven“

Schauspiel Frankfurt

22. Mai 2027Düsseldorf

Gesprächmit Meron Mendel

„Positionen & Perspektiven“

Düsseldorfer Schauspielhaus

3. Juni 2027Frankfurt

Gesprächmit Shida Bazyar & Meron Mendel

„Positionen & Perspektiven“

Schauspiel Frankfurt

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